Dachdecker Rödel

Dachdecker Rödel

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Photos from Dachdecker Rödel's post 15/05/2025

So sieht es aus, wenn Du Aufträge an der Haustüre vergibst. Übrigens es wurde keine Wärmedämmung, keine Sturmsicherung verbaut. Klare Verstösse gegen diverse Vorschriften. Das Dach ist nun wirklich ein Sanierungsfall! Wer billig kauft, kauft 2x! So hart wie es klingt!

26/04/2025

Wusstest du, warum früher so viele Menschen im Juni heirateten? Weil sie im Mai ihr jährliches Bad genommen hatten – im Juni roch man also noch recht frisch. Doch der Duft verflog schnell, also trugen Bräute Blumensträuße, um Körpergerüche zu überdecken. Daher stammt die Tradition des Brautstraußes.

Damals badete man in großen Zubern mit heißem Wasser. Zuerst der Hausherr, dann die Söhne, anschließend die Frauen, Kinder – und zuletzt die Babys. Zu diesem Zeitpunkt war das Wasser so dreckig, dass man ein Kind darin verlieren konnte – daher der Spruch: „Schütte das Kind nicht mit dem Bade aus!“

Viele Häuser hatten Strohdächer ohne Holzunterbau. Kleine Tiere wie Katzen, Mäuse und Insekten lebten darin. Wenn es regnete, wurde das Dach rutschig, und die Tiere fielen herunter – so entstand der Ausdruck „Es regnet Katzen und Hunde“.

In den Schlafzimmern schützte ein Betthimmel vor Dreck, der von oben fiel. So entstanden Himmelbetten.

Die Böden waren oft nur aus Erde – nur Reiche hatten etwas anderes. Daher kommt der Ausdruck „drecksarm“. Die Reichen hatten Schieferböden, die im Winter rutschig wurden. Man streute Stroh darauf, das sich mit der Zeit anhäufte und aus der Tür quoll. Um das zu verhindern, baute man eine Holzleiste ein – die „Schwelle“.

In der Küche hing stets ein großer Topf über dem Feuer. Man fügte täglich neue Zutaten hinzu – meist Gemüse, wenig Fleisch – und aß von derselben Suppe viele Tage lang. Daher stammt das Kinderlied: „Erbsbrei warm, Erbsbrei kalt, Erbsbrei, der neun Tage alt.“

Wenn man Schweinefleisch bekam, war das etwas Besonderes. Man hing den Speck sichtbar auf – ein Symbol des Reichtums. Gäste bekamen ein Stück ab, man „brachte den Speck nach Hause“ und saß gemeinsam beisammen, um das „Fett zu kauen“.

Zinnteller wurden häufig genutzt, doch säurehaltige Lebensmittel wie Tomaten führten zu einer Bleivergiftung – so hielt man Tomaten über Jahrhunderte für giftig.

Brot wurde nach sozialem Rang verteilt: Arbeiter bekamen den verbrannten Boden, die Familie die Mitte, und Gäste die „obere Kruste“.

Bier und Whisky trank man aus bleihaltigen Bechern, was oft zu kurzer Bewusstlosigkeit führte. Man hielt die Leute für tot und legte sie auf den Küchentisch. Die Familie versammelte sich, aß und trank, während sie darauf wartete, ob der Betroffene aufwachen würde – so entstand die Totenwache.

Urin wurde zur Gerbung von Leder verwendet. Familien sammelten ihn in Töpfen und verkauften ihn – daher kommt das Wort „pissarm“. Die Ärmsten konnten sich nicht einmal einen Topf leisten – sie „hatten keinen Topf, um hineinzupinkeln“, der tiefste Stand in der Gesellschaft.

Wenn du dich das nächste Mal über die falsche Wassertemperatur beschwerst – denk daran, wie es früher war.

In England, wo der Platz knapp wurde, wurden alte Gräber geöffnet und Knochen entfernt. Man entdeckte, dass manche Menschen lebendig begraben worden waren – an Kratzspuren in den Särgen. Man begann, ein Band um das Handgelenk des Toten zu binden, das zu einer Glocke führte, und jemand hielt nachts Wache – so entstand die Redewendung „saved by the bell“ (von der Glocke gerettet) oder „dead ringer“ (echter Doppelgänger).

Wer sagt also, Geschichte sei langweilig?

01/02/2025

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Foto: iStock/dusanpetkovic

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