ClickRhein

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Photos from ClickRhein's post 25/03/2026

Sitzgelegenheiten, Aufzüge, Rampen und ausleihbare Rollstühle ermöglichen euch einen entspannteren Besuch im LVR-Landesmuseum Bonn, wenn ihr zum Beispiel eine Gehbehinderung habt, an chronischen Schmerzen oder Erschöpfung leidet. 🛋️🧘

Gleich hinter dem Einlass findet ihr tragbare Klapphocker, die ihr in die Ausstellungen mitnehmen könnt. So habt ihr eure eigene Sitzgelegenheit immer dabei, wenn ihr sie braucht.🪑 Die Mitarbeitenden des Museums helfen euch gerne dabei, sie zu finden.

Falls das für euch keine Option ist, könnt ihr in den Ausstellungen und im Treppenhaus eines der vielen Sofas nutzen, um eine Pause einzulegen. Einige verfügen über Arm- und Rückenlehne, die für Stabilität sorgen und auch beim Wiederaufstehen helfen.
Von einigen dieser Sitzgelegenheiten aus könnt ihr euch zudem weiter mit der Ausstellung beschäftigen und verpasst nichts. 🖼️

Die inklusiven Stationen im Museum sind auch vom Rollstuhl aus zugänglich. Hier könnt ihr die Inhalte über eure Nase, Ohren und Hände erkunden. Wie unsere Kollegin Angelika Rau habt ihr dabei unter anderem die Möglichkeit, dem Finnischen Rind des Künstlers Ewald Mataré einmal über den Kopf zu streicheln. 🐮

Alle Etagen des Museums sind stufenfrei zugänglich und verfügen über rollstuhlgerechte Toiletten. Aufzüge und Treppen kommen immer an derselben Stelle aus: Wenn ihr mit Begleitung unterwegs seid und euch auf Treppen und Aufzüge aufteilt, müsst ihr also keinen Treffpunkt vereinbaren. 🪜👋

Maßnahmen zur Barrierefreiheit können sich auch durchaus einmal „beißen“: Ein Beispiel hierfür ist das Bodenleitsystem für sehbehinderte und blinde Menschen, das für Nutzende von Gehhilfen eine Hürde darstellen kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Art des Barriereabbaus Vorrang hat. Stattdessen können Bodenleitsysteme zum Beispiel farblich so gestaltet werden, dass sie früh gesehen und nicht zur Stolperfalle werden – wie im LVR-Landesmuseum Bonn. 👀💡

Wir wünschen euch viel Spaß beim barrierefreien Entdecken!

✍️ Antonia Frinken
📸 Antonia Frinken / LVR – CC BY 4.0

Photos from ClickRhein's post 10/03/2026

🏭 Habt ihr schon einmal von „Bleikindern“ oder der „Gressenicher Krankheit“ gehört?

Die Geschichte dahinter beginnt bereits in den 1960er Jahren in Stolberg bei Aachen, in der Umgebung der Bleihütte Binsfeldhammer: Vor allem Kühe starben hier infolge von belastetem Weidefutter an Blei- und Cadmiumvergiftungen. Nach einem der betroffenen Ortsteile wurde das Phänomen als „Gressenicher Krankheit“ bezeichnet. 🐄

Ab den frühen 1970er Jahren wurden hunderte Kinder aus Stolberg untersucht, um denBleigehalt in ihrem Blut und den Milchzähnen zu erheben. Dieser war bei Kindern, die schon eine Weile in der Nähe der Bleihütte Binsfeldhammer lebten und deren Vater Bleihüttenarbeiter war, meist stark erhöht. 🧪

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das der Körper nur teilweise wieder ausscheiden kann. Sogenanntes Depotblei lagert sich an Knochen („Bleisaum“), in Zähnen und im Blut ab. Bei Kindern legt es sich zu circa 36 Prozent auf die Organe, bei Erwachsenen dagegen nur zu 6 bis 8 Prozent. Außerdem schädigt Blei das sich noch entwickelnde Nervensystem, sodass die Stolberger Bleikinder bei Reaktionstests schlechter abschnitten. 🧠

1972 gründete die Stadt Stolberg einen Umweltausschuss, der ab dem Folgejahr ein umfassendes Umweltschutzprogramm umsetzte. Bis 1983 konnten die Emissionen der Bleihütte Binsfeldhammer um 80 Prozent gesenkt werden. 🛡️
Die Untersuchungen zur Schwermetallbelastung der Stolberger Bevölkerung wurden bis 1990 fortgesetzt. Da der Maximalwert bis dahin erheblich gesunken war, wurde die Beobachtung danach eingestellt. 📉

💡Die Bleihütte Binsfeldhammer existiert übrigens noch immer: Sie ist eine von nur zwei verbliebenen Bleihütten in Deutschland.

✍️ Antonia Frinken
📸 1 © Michielverbeek, CC BY-SA 4.0, 2 © ArthurMcGill, CC BY 3.0, 3 © Rob Lavinsky, iRocks.com, CC-BY-SA-3.0 – alle via wikimedia commons, 4 © Jörn Schultheiß / LVR – CC BY 4.0

Photos from ClickRhein's post 20/02/2026

Eine verlassene Polizeiwache mitten im Wald, Hügelgräber, eine heilige Quelle, ein Wildgehege und natürlich jede Menge Flora und Fauna – das erwartet euch im Duisburger Stadtwald! 🐗🌳

Das Wegenetz lädt zum Wandern und Spazierengehen ein. Darüber hinaus gibt es spezielle Rundwege zum Radfahren, Walken oder Reiten sowie Skulpturenpfade mit Werken der Bildhauerin Regina Bartholme. 🖼️🐴🚴‍♂️
Wenn ihr den Backelsberg bei Haus Hartenfels erklimmt, könnt ihr außerdem die Aussicht vom höchsten Punkt Duisburgs genießen. ⛰️

Archäologische Überreste zeigen, dass es hier bereits vor 10.000 Jahren Lager von Menschen gab, die hier Rentiere jagten. In der Bronze- und Eisenzeit entstanden dann Siedlungen, die die teilweise erhaltenen Hügelgräberfelder hervorbrachten. 🪦
Ob der „Heilige Brunnen“ damals schon ein Kultort war, ist heute unbekannt. Zahlreiche Sagen und Legenden ranken sich um das angeblich heilende Wasser: Unter anderem soll der Heilige Liudger, Bischof von Münster, im 8. Jahrhundert hier nicht-christliche Menschen getauft haben. Wir raten euch trotzdem davon ab, das Wasser zu trinken. 💧🚱

Polizeiwachen in Wäldern sind heute in Deutschland unüblich – auch im Duisburger Stadtwald. Das 1959 als Ersatz für eine ältere Wache errichtete Holzhäuschen ist daher schon lange keine Wache mehr. Die hiesigen Polizeikräfte erledigten ihre Arbeit damals zu Pferde oder zu Fahrrad, um sich im Wald besser fortbewegen zu können. 🌲🌳

Kleiner Fun Fact zum Tag der Muttersprache: Der Stadtwald liegt nahe der Westfälischen und der Uerdinger Linien. Neben der Benrather und der Dorp-Dorf-Linie teilen sie unter anderem das Rheinland in mehrere Dialektbereiche. Westlich der Westfälischen Linie werden Kleverländische Dialekte gesprochen, östlich davon westfälische Dialekte. Mehr zu Dialekten im Rheinland erfahrt ihr auf dat-portal.lvr.de. 🗨️

✍️ Antonia Frinken
📸 1 © Katrin Becker / LVR – CC BY 4.0, 2 © Harald Lordick – CC BY-SA 3.0, 3 © Ruesterstaude – CC BY-SA 2.5, beide via wikimedia commons

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