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Der KAAD ist das Stipendienwerk der deutschen katholischen Kirche für Postgraduierte und Wissenschaftler aus (Entwicklungs-) Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ost- und Südosteuropas. Durch Stipendien, Bildungsveranstaltungen sowie persönliche und spirituelle Begleitung fördert der KAAD seine Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Blick auf eine multiplikat

15/07/2026

𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗡𝗲𝘄𝘀𝗹𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮!

Die aktuelle Ausgabe gibt Einblicke in Themen und Begegnungen, die unser weltweites Netzwerk in den vergangenen Monaten bewegt haben: von der Jahresakademie über den Katholikentag bis hin zu internationalen Alumni-Konferenzen.

📩https://www.kaad.de/fileadmin/user_upload/Newsletter/KAAD_Newsletter_34.pdf

Photos from KAAD's post 01/07/2026

Die Alumni-Vereinigungen des KAAD greifen in ihren Seminaren regelmäßig Themen auf, die Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft gleichermaßen betreffen. Die diesjährige Tagung der KAAD Association of Scholars from East Africa (KASEA) führte in der vergangenen Woche sechzig aktuelle und ehemalige Geförderte nach Malindi an der kenianischen Küste. Unter dem Titel „Church at the Cutting Edge: Social and Pastoral Work in Marginalized Areas“ beschäftigten sie sich mit der Frage, wie Kirche in gesellschaftlich benachteiligten Regionen pastorale, soziale und interreligiöse Verantwortung übernimmt.

Gastgeber war die katholische Diözese Malindi, die im Jahr 2000 gegründet wurde, um die pastorale Begleitung der weit verstreuten Gemeinden an der nördlichen Küste Kenias sowie in den ariden Gebieten der Verwaltungsbezirke Tana River und Lamu zu stärken. Zu den zentralen Aufgaben der Diözese gehört zudem der christlich-islamische Dialog.

Im Mittelpunkt des ersten Seminartages standen zwei Perspektiven auf diese Arbeit. Bischof Willybard Kitogho Lagho, der seit vielen Jahren mit dem KAAD verbunden ist und als Experte für den christlich-islamischen Dialog gilt, stellte die pastoralen Schwerpunkte der Diözese vor. Dabei betonte er, dass kirchliches Handeln die Würde aller Menschen gleichermaßen schützen müsse – unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis. Im interreligiösen Dialog komme es darauf an, der persönlichen Religiosität Vorrang vor Regeln und äußeren Formen des Glaubensvollzugs einzuräumen.

Stanslaus Kanyenje aus der Jesuitenpfarrei St. Charles Lwanga stellte anschließend die soziale Arbeit des Jesuitenordens in der Diözese vor. Er verdeutlichte, dass diese weit über die Pastoral im engeren Sinne hinausgeht, und erläuterte dies anhand von Initiativen des nachhaltigen Gartenbaus sowie neuer Ansätze von Almosen und Wohltätigkeit, die Geber und Empfänger in einer neuen Form der Solidarität zusammenbringen und gemeinsam Hilfsprojekte vor Ort entwickeln sollen.

Die anschließenden Exkursionen boten Gelegenheit, die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Diözese kennenzulernen. Die Teilnehmenden besuchten die Omar Bin Khattab-Moschee und tauschten sich mit muslimischen Geistlichen aus. Im Kulturzentrum von Malindi lernten sie ein Schutzhaus für Frauen kennen, die in ihren Gemeinden als Hexen gebrandmarkt werden. Weitere Besuche führten sie in kirchliche Einrichtungen für Kinder und Menschen mit Behinderungen.

Zum Seminar gehörten außerdem Berichte aus den KASEA-Ländergruppen in Kenia, Uganda und Tansania. Im Rahmen der Tagung wurde zudem die neue Ausgabe des KASEA Magazins 2026 vorgestellt, das über die Aktivitäten der Alumni-Vereinigung und ihrer regionalen Gruppen informiert. Begleitet wurde das Seminar von Dr. Marko Kuhn, Leiter des Afrika-Referates des KAAD.

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