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72406 Bisingen,

05/07/2026

Neues aus den Givenländern
Frevel an den Weißen Ruhesitzen des Hilton-Nebenflusses
Diebstahl und Zerstörung erschüttern die Landeshauptstadt Schönsichtigen in der Marktgrafschaft Drei Marktgrafenschaft
Ein dunkler Schatten legt sich über die Ufer des ehrwürdigen Hilton-Nebenflusses in der Landeshauptstadt Schönsichtigen. Wo einst Reisende, Händler, Edelleute und fahrende Barden in Frieden rasteten, werden die legendären Weißen Ruhesitze nun Opfer von Frevel, Diebstahl und mutwilliger Zerstörung.
Seit vielen Generationen zieren die strahlend weißen Holzsitze mit ihren sanft geneigten Lehnen die Uferwege des Flusses. Sie sind längst mehr als bloße Sitzgelegenheiten – sie gelten als Wahrzeichen Schönsichtigens, beinahe ebenso berühmt wie das klare Wasser des Hiltonflusses und die stolzen Segelschiffe, welche lautlos über seine Wellen gleiten.
Die Chronisten des Amtes berichten, dass diese edlen Ruhesitze viele Namen tragen. Ihre wahre Berühmtheit jedoch begann erst zur Zeit der Großen Internationalen Gartenbau-Ausstellung, als Handwerker, Gärtner und Meister aus allen Reichen zusammenkamen und den Ufern neuen Glanz verliehen.
Heute jedoch stehen nur noch zwanzig dieser ehrwürdigen Sitze im Vorland des Bezirks. Einst waren es weit über siebzig.
Gerade während der warmen Sommertage laden sie Wanderer dazu ein, unter den uralten, schattenspendenden Bäumen zu verweilen und für einen Augenblick die Sorgen der Welt hinter sich zu lassen. Wer auf einem der Weißen Ruhesitze Platz nimmt, genießt einen unvergleichlichen Blick auf das geschäftige Treiben entlang der Uferpfade, wo Bürger, Händler, Fischer und Reisende gemächlich ihres Weges ziehen.
Doch nicht alle ehren dieses Erbe.
Immer wieder verschwinden die kostbaren Sitze spurlos oder werden mutwillig beschädigt. Manche finden sich später, vom Zahn der Zeit und roher Gewalt gezeichnet, in entlegenen Schrebergärten oder auf privaten Höfen wieder – fernab jenes Ortes, an dem sie seit Generationen ihre Bestimmung erfüllen.
Die Schreiber des Amtes finden hierfür deutliche Worte:
„Diese Weißen Ruhesitze gehören an die Ufer des Hilton-Nebenflusses, wo sie im Sonnenlicht erstrahlen und allen Reisenden Freude schenken. Nicht zerbrochen und verwittert in irgendeinem abgelegenen Garten, fern ihrer eigentlichen Heimat.“
Zum Abschluss richtet das Amt einen eindringlichen Aufruf an alle Bürger der Givenländer:
„Bewahrt dieses kostbare Erbe unserer Heimat. Achtet die Weißen Ruhesitze, schützt sie vor Frevlern und sorgt dafür, dass auch kommende Generationen an den Ufern des Hilton-Nebenflusses Rast finden können. Mögen ihre weißen Lehnen noch viele Zeitalter den Wanderern Frieden und Erholung schenken.“

04/07/2026

Ein Dorf litt unter einer langen Dürre. Die felder trockneten aus, und die Menschen baten täglich am Fluss um Hilfe. Eines Nachts erschien ein unbekannter Wanderer und sagte, der Gott Aqua sei „vergessen worden“.Die Dorfbewohner errichteten daraufhin einen kleinen Schrein am Ufer und begannen, dem Wasser Gott regelmäßig Opfergaben zu bringen. Kurz darauf kehrte das Wasser zurück, der Fluss wurde ruhig und ergiebig. Moral: Wasser muss geehrt werden, sonst zieht es sich zurück.

03/07/2026

Steckbrief des Krokodils
Name des Geschöpfes:
Krokodil
Wissenschaftlicher Name:
Crocodylia (Ordnung)
Art und Geschlecht des Wesens:
Ein uraltes Reptil aus der Ordnung der Krokodile, hervorgegangen aus längst vergangenen Zeitaltern.
Gestalt und Erscheinung:
Das Krokodil besitzt einen langen und äußerst kräftigen Leib.
Seine Haut gleicht einem Panzer aus harten Hornschuppen, welcher es vor Angriffen schützt.
Der lange Schweif dient ihm als mächtiges Ruder im Wasser.
Sein großes Maul ist gefüllt mit vielen scharfen Zähnen, geschaffen zum Packen und Zerreißen der Beute.
Augen und Nasenlöcher liegen hoch auf dem Kopf, sodass es beinahe unsichtbar im Wasser lauern kann.
Maß und Gewicht:
Länge: je nach Art 1,5 bis 7 Schritt
Gewicht: bis über 1.000 Kilogramm bei den größten Arten
Wohnstatt und Reich:
Krokodile leben in warmen, feuchten Landen der Tropen und Subtropen.
Sie bewohnen Flüsse, Seen, Sümpfe und Mangroven.
Einige Arten wagen sich gar in das salzige Meer.
Speise und Nahrung:
Das Krokodil ist ein Fleischfresser von furchterregender Kraft.
Es jagt Fische, Vögel, Säugetiere und andere Reptilien.
Junge Tiere nähren sich zunächst von Insekten und kleinen Beutetieren.
Wandel und Bewegung:
Im Wasser ist es ein Meister des lautlosen Gleitens und ein vortrefflicher Schwimmer.
An Land kriecht es tief über den Boden oder schreitet im hohen Gang.
Obgleich träge wirkend, vermag es kurze, schnelle Sprints.
Fortpflanzung:
Das Weibchen legt Eier und baut Nester aus Pflanzenwerk oder Sand.
Ein Gelege umfasst gewöhnlich 20 bis 80 Eier.
Die Wärme des Nestes bestimmt, ob Männlein oder Weiblein schlüpfen.
Die Mutter bewacht ihr Nest mit großer Wachsamkeit.
Sozialer Wandel:
Meist lebt das Krokodil allein und duldet keine Eindringlinge in seinem Revier.
Es verteidigt sein Gebiet mit großer Entschlossenheit.
Besondere Merkmale:
wandelt seit über 200 Millionen Jahren auf Erden
besitzt einen der kräftigsten Bisse im Tierreich
kann lange Zeit ohne Nahrung auskommen
meisterhafter Lauerjäger im Wasser
Lebensspanne:
Viele Krokodile leben 50 bis 70 Jahre.
Manche erreichen gar ein Alter von über 100 Jahren.
Gefährdung:
Einige Arten sind stark bedroht.
Gefahren erwachsen durch den Verlust ihrer Lebensräume, durch Jagd und den Wandel des Klimas.
Darum stehen viele Arten heute unter Schutz.

30/06/2026

Grießbrei mit Feigenkompott – nach Art eines alten Kloster- oder Hofrezepts
Für zwei bis drei Schalen frommer Süßspeise*
Von dem Brei aus feinem Grieß
Nehmet ein halbes Maß frischer Milch (etwa 500 ml) und setzet sie in einem Kessel über mildes Feuer. Gebet hinzu ein wenig Zucker oder süßen Honig, eine Prise Salz und, so ihr es vermöget, ein Tröpflein Vanille.
Sobald die Milch zu wallen beginnt, lasse man den feinen Weizengrieß langsam einrieseln, unter stetigem Rühren mit einem hölzernen Löffel, damit er nicht gerinne noch anbrenne.
Lasset das Ganze bei sanfter Glut einige wenige Minuten sieden, bis es dicklich und samtig werde. Zuletzt rühret ein Stücklein Butter darunter, dass es mild und geschmeidig werde.
Vom Kompott der Feigen
Nehmet frische Feigen, vier bis sechs an der Zahl, und schneidet sie in Stücklein. Wer keine frischen hat, mag gedörrte nehmen, zuvor in Wasser eingeweicht.
Gebet sie in ein kleines Gefäß und füget hinzu Honig, ein wenig Wasser oder süßen Saft der Orangen, Zimtpulver und ein Tröpflein Zitronensaft.
Lasset dies über kleiner Glut sanft köcheln, bis die Feigen weich werden und der Sud zu einer dicklichen, süßen Sauce einkocht.
Wer es reichlich und edel will, streue gehackte Nüsse darüber.
Von dem Anrichten
Füllet den warmen Grießbrei in Schalen oder hölzerne Schüsseln und gebet das Feigenkompott darüber wie ein süßes Topping.
So dienet es warm, als Speise für Herz und Seele, gleich einem Nachtmahl in einem stillen Kloster oder einer festlichen Tafel.
Ein Zusatz für feine Zungen:
Ein Hauch Rosenwasser oder ein wenig Kardamom verleiht dem Gericht einen Hauch von Morgenland, als käme es aus den Gärten ferner Reiche.

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