FHGR Information Science
Bachelor-Studium (BSc), Konsekutives Master-Studium (MSc), Master of Advanced Studies (MAS)
Nie wieder Frust vorm leeren Blatt: Wie KI unser Schreiben revolutioniert
Wer beruflich oder privat viel schreibt, kennt das: Man sitzt vor einem leeren Dokument, die Notizen sind ein einziges Chaos und der rote Faden fehlt komplett.
Ich habe einen extrem spannenden Text darüber gelesen, wie moderne KI-Tools (wie ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot) uns heute die Schreibarbeit abnehmen können – und zwar nicht, indem sie einfach "faule Texte" generieren, sondern als geniale Assistenten und Sparringspartner.
Hier sind die wichtigsten Learnings, die mir besonders die Augen geöffnet haben:
1) Ordnung ins Chaos bringen (Struktur schlägt Formulierung)
Oft scheitern Texte nicht an den Worten, sondern an der fehlenden Struktur. Wenn du z.B. ein langes Interview-Transkript oder lose Notizen hast, glänzen Tools wie Anthropic Claude. Sie können riesige Textmengen auf einmal lesen, Wiederholungen herausfiltern und die Gedanken in eine logische Reihenfolge bringen, ohne die Fakten zu verändern.
2) Der Trick mit der "mehrstufigen Korrektur"
Wenn wir KI bitten: "Mach den Text besser", kommt oft ein glattgebügelter Einheitsbrei heraus, der gar nicht mehr nach uns klingt. Der Profi-Tipp lautet: Schritt für Schritt vorgehen!
Runde 1: Nur Rechtschreibung und Grammatik korrigieren lassen (mit dem Befehl: "Nichts am Stil ändern!"). Spezial-Tools wie LanguageTool oder DeepL Write sind hier oft sogar präziser als ChatGPT.
Runde 2: Den Lesefluss und Logikfehler prüfen lassen.
Runde 3: Gezielt nach fehlenden Argumenten oder Belegen fragen.
3) Der Werkzeugkasten: Welches Tool kann was?
- ChatGPT Canvas: Perfekt für längere Texte. Man hat eine Arbeitsfläche direkt neben dem Chat und kann per Schieberegler die Länge anpassen oder den Text einfacher/komplexer formulieren lassen.
- Claude (jetzt auch direkt in Word): Ein Traum für Dokumente. Die KI schlägt Änderungen direkt im Text vor (wie ein menschlicher Lektor), die man einzeln per Klick annehmen oder ablehnen kann.
- Microsoft 365 Copilot: Sitzt direkt im Büroalltag. Er kann auf interne Mails und Dokumente zugreifen, um z.B. aus Stichpunkten ein offizielles Gesprächsprotokoll im perfekten Firmenton zu machen.
- Perplexity & Google Notebook LM: Die Retter gegen Fake-News. Sie arbeiten streng mit Quellen und erfundenen Fakten (Halluzinationen) wird ein Riegel vorgeschoben.
Die wichtigste Regel: Fakten bleiben Menschensache!
KI formuliert verdammt plausibel, garantiert aber keine Wahrheit. Zahlen, Zitate und rechtliche Dinge müssen immer von uns Menschen final geprüft werden. Ein guter Trick ist es, die KI zu beauftragen: "Erstelle mir eine Tabelle mit allen Tatsachenbehauptungen aus meinem Text, damit ich sie überprüfen kann."
Mein Fazit: Die KI nimmt uns nicht das Denken ab, aber sie befreit uns vom stupiden Vorsortieren und hilft uns, bessere Einstiege und knackigere Überschriften zu finden. Am Ende bleibt der Text aber das, was er sein soll: Unser eigener.
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