aava Basel

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12/11/2025

Nächste Woche, am Mittwoch 19.11.25, findet das letze Webinar für Fachpersonen im 2025 statt. Auch für das Jahr 2026 sind spannende Themen geplant. In den Webinaren geht es um interessante Herausforderungen im Eltern-Sein, an denen alle Familienmitglieder wachsen und sich entwickeln können. Damit dies gelingt, ist auch die begleitende Fachperson in der therapeutisch/beratenden Praxis gefordert, sich mit den Themen und der Art und Weise wie man diese angehen kann auseinanderzusetzen. Die Webinare bieten gute Möglichkeiten, sich in eine Thematik zu vertiefen, sich zu reflektieren und sich auszutauschen.

Melde Dich bei Interesse gerne an über die Webseite:
https://www.aavabasel.ch/online-akademie-fachleute

05/11/2025

Kinder aktivieren in uns nicht nur Fürsorge, sondern auch alte emotionale Muster. Ihre Authentizität – das unmittelbare Zeigen von Bedürfnissen, Grenzen, Überforderung oder Nähewunsch – wirkt wie ein Spiegel für jene unregulierten Anteile, die in uns selbst noch nach Resonanz suchen.

Durch das Verhalten des Kindes und die Gefühle, die dadurch ausgelöst werden, kann das Nervensystem des Erwachsenen aktivieren. Wenn ein Kind weint, trotzt oder sich entzieht, kann unser eigener Körper in alte Spannungszustände fallen: Erstarrung, Rückzug, Übererregung. Es ist der Körper, der erinnert.

Die Herausforderung – und die Chance – liegt darin, diese Aktivierungen nicht als Störung, sondern als Einladung zu verstehen. Wenn wir im Kontakt mit dem Kind wahrnehmen, wie unser Atem stockt, der Brustkorb eng wird oder die Schultern anspannen, können wir beginnen, die eigene Selbstregulation zu stärken. Durch Bewusstheit, Atem, Bewegung und innere Erlaubnis entsteht Raum, in dem alte Reaktionsmuster sich lösen dürfen.

So helfen Kinder uns – unbewusst, aber zutiefst wirksam – dabei, unsere unvollständig entwickelten inneren Strukturen nachzureifen. Reife entsteht dann nicht durch Kontrolle oder Distanz, sondern durch die Fähigkeit, in Beziehung reguliert und gegenwärtig zu bleiben. In diesem Prozess werden wir tatsächlich „richtig erwachsen“ – körperlich, emotional und bindungsfähig.

Diese wunden Punkte zu erkennen und zu integrieren ist alleine nicht einfach. Es braucht ein Gegenüber, welches den Prozess achtsam, traumasensibel und authentisch begleitet. Dort wo das Kind den Erwachsenen triggert ist es sehr wertvoll genauer hinzuschauen.

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