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29/08/2020
-Delitzsch
gelten als Schulen der Demokratie. In ihrer Gründungsphase linderten sie die wirtschaftliche und soziale Not des Mittelstandes. Bis heute. Maßgeblicher Vordenker war Hermann Schulze-Delitzsch, der heute seinen 212. Geburtstag feiert.
Das Bild hängt übrigens in der Stiftung GIZ, dem Genossenschaftshistorischen Informationszentrum und Langzeitgedächtnis der deutschen Genossenschaften. 📚🗄️
02/07/2020
Lernen Sie mit uns bis zum bevorstehenden internationalen Tag der Genossenschaften (jedes Jahr am 1. Samstag im Juli) einige Pioniere der Genossenschafts-Idee kennen.
Nicht nur seine Idee – auch sein Name verbindet bis heute Genossenschaften in Österreich und aller Welt: Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Triebfeder seines Wirkens war stets der Gedanke christlicher Solidarität. Ziel die gemeinschaftliche Selbsthilfe nach seinem Leitmotiv: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“ Als Bürgermeister kleiner Gemeinden im deutschen Westerwald war er fast täglich mit der Not von Bauern, Arbeitern und Handwerkern konfrontiert. Doch seine zuerst rein karitativen Hilfsansätze erwiesen sich in der Praxis als zu wenig tauglich. Dadurch gewann Raiffeisen die Überzeugung, dass nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, also die Einbindung und Selbst-Ermächtigung der Betroffenen, zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation führen kann. So gründete er 1862 in Heddesdorf den ersten Darlehenskassen-Verein, der zum Vorbild für eine große Zahl und viele weitere Formen von neuen Genossenschaften wurde, die ganz auf die Förderung ihrer Mitglieder ausgerichtet waren. Nächste Schritte waren der gemeinsame Einkauf von Betriebsmitteln, sowie die gemeinsame Lagerung und der gemeinsame Verkauf von Agrarerzeugnissen. Schon zu seinen Lebzeiten verbreitete sich das Genossenschaftsmodell „nach Raiffeisen“ quer durch Europa und bis nach Übersee. Der Grundstein für eine heute weltumspannende Bewegung war gelegt.
25/06/2020
-Delitzsch
Bis zum bevorstehenden internationalen Tag der Genossenschaften (jedes Jahr am 1. Samstag im Juli) stellen wir Ihnen einige Pioniere der Genossenschafts-Idee vor. Unter den großen Denkern des Genossenschaftswesens sticht ein Name besonders hervor: Franz Hermann Schulze-Delitzsch.
Jurist, Patrimonialrichter, Schöngeist, Organisator, Menschenfreund, Reformer, Politiker, begnadeter Redner und Schöpfer des deutschen Genossenschaftsrechts. Sein Verdienst war es, die genossenschaftliche Idee in Kreisen der kleinen Handwerker und des Mittelstandes weiter zu verbreiten. So vereinte der „Allgemeine Verband der auf Selbsthilfe beruhenden Deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ ab 1864 und unter der Führung von Schulze-Delitzsch insgesamt 392 Genossenschaften, davon 15 Konsumvereine, 40 Rohstoff-, Magazin- und Produktivgenossenschaften und 337 Vorschuss- und Kreditvereine. Gerade die Vorschussvereine erzielten schnelle und nachhaltige Erfolge und wurden so zu dem, was sie heute noch im Namen tragen: zu wahren Volksbanken. Hermann Schulze-Delitzsch war überzeugt: „Der Geist der freien Genossenschaft ist der Geist der modernen Gesellschaft.“ Diesem Leitgedanken folgend, prägt er die Genossenschaftsbewegung bis heute.
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