Katholisch-Reformierte-Kirche

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07/07/2026

„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ (Matthäus 9, 38) Bei Matthäus enden die Berichte über die Wunderheilungen mit der Heilung des Stummen. Er macht Blinde sehen, Taube hörend, Lahme gehend, Stumme redend und weckt Tote wieder zum Leben auf; er heilt alle möglichen Krankheiten, vergibt die Schuld, treibt Dämonen aus und lehrt die Menschen lange. So erfüllt er seine Mission mit göttlicher Vollmacht. Das Volk äußert sich anerkennend: So etwas hat es in Israel noch nie gegeben. Noch glauben nicht alle, aber es kann werden, der gute Samen ist ausgestreut. Die Pharisäer reagieren ganz anders: ihre böswillige Missdeutung und ihre Ablehnung beweisen, dass es nicht genügt, Wunder zu sehen, um zu glauben. Sie halten fest an ihrer Tradition und gehen nicht einen Zentimeter davon ab. Für sie ist Jesus „nur“ ein Mensch ohne göttlichen Auftrag, deshalb kann Jesus für sie auch nichts tun. Sie werden mit ihrer Tradition untergehen, weil sie Gottes Heilsangebot und die Chance auf Umkehr ausgeschlagen haben. Aber es gibt noch so viele, die die Hilfe Jesu brauchen, und die Zeit drängt. Es braucht Mitarbeiter und Nachfolger, um allen Menschen die frohe Botschaft vom Heil zu bringen; um alle Menschen zu Jüngern Jesu zu machen. Deshalb sollen auch wir Gott immer wieder, um „Arbeiter“ für seine Ernte bitten. Es gibt noch viel zu tun, also sollten wir nicht müde werden zu beten und zu bitten. Die Menge an Heilsbedürftigen wird immer größer, die Zahl der Arbeiter immer geringer, nur Gott kann die Situation umkehren und alles einer guten Wende zuführen! Im Namen Jesu packen wir es an!

06/07/2026

„Hab keine Angst, dein Glaube hat dich gerettet!“ (vgl. Matthäus 9, 22b) Im heutigen Evangelium berichtet uns Matthäus gleich von zwei Wundern, die Jesus wirkt. Zuerst heilt er eine „blutfließende“ Frau von ihrem Leiden, danach ruft er ein totes Mädchen ins Leben zurück. Eigentlich schenkt er beiden ein „neues“ Leben. Denn die kranke Frau durfte am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen, weil sie dauerhaft „unrein“ war, und das tote Mädchen hat eine zweite Chance bekommen, ihre Leben zu leben. Diese Wunder hat Jesus mit göttlicher Vollmacht vollbracht, wahr werden konnten sie aber nur durch den Glauben der Frau und des Vaters des toten Mädchens. Diese Erzählungen wollen uns lehren, dass auch wir tagtäglich Wunder erleben können, wenn wir denn glauben wollen. Gott wirkt eben auf seine Weise, er lässt sich finden, seine Nähe erfahren, seine Liebe spüren, seine Kraft wahrnehmen, aber man muss ihn auch suchen, erfahren, spüren, wahrnehmen wollen, und daran scheitert es wohl am meisten. Die Menschen sind so „aufgeklärt“, „abgebrüht“, „rational denkend“, sind „modern“, „wissend“, aber am Glauben fehlt es überall, Hoffnung gibt es kaum mehr, und die Liebe ist zum zweckdienlichen Mittel verkommen. Und selbst wenn sie ein Wunder sehen, würden sie es nicht erkennen; wenn sie die Wahrheit hören, würden sie sie nicht verstehen; und wenn sich ihnen Gott offenbart, würden sie ihn auch nicht begreifen. Der Glaube ist letztlich das Um und Auf, der Dreh- und Angelpunkt, und er ist der Weg und das Ziel. Der Glaubende ist mächtig durch seine Schwachheit. Er weiß, dass er selbst absolut nichts vermag, und klammert sich an den, der allein helfen kann. Der Glaube ist die Haltung des Armen, und schon das Alte Testament wird nicht müde uns zu sagen, dass Gott die Not der Armen sieht und ihren Hilferuf hört. Gott verweigert sich dem nicht, der sich ihm nicht verweigert.

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