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Photos from Fepa's post 29/05/2026

MIT EIGENEM SAATGUT GEGEN ABHÄNGIGKEIT UND MONOKULTUR
Blanca Steinmann

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Während unseres Zoom-Gesprächs im März steht Karisawu mit Geschäftsleiter Marcel Dreier in ihrer Seed-Bank, dem Lagerraum für das gesammelte Saatgut, im neu erbauten Zentrum von Poret. Sie weist uns sofort darauf hin, dass im Moment auf den Gestellen nur wenige gefüllte Gläser stehen. Viele ihrer Schätze hat sie vor der langen Regenzeit im Oktober an Bäuerinnen und Bauern zum Aussäen verteilt. Nun warten alle auf die Ernte im April. Karisawu hat vereinbart, dass sie im August von denjenigen, welche mit dem Saatgut von Poret die Felder bestellen konnten, so viel erneuertes Saatgut zurückbekommt, wie sie ihnen mitgegeben hat sorgfältig geerntet und getrocknet. Das neue Glas wird sie dann mit dem Namen der Pflanzen sowie dem Datum und den Namen der Produzent:innen beschriften.

Karisawu führt ausserdem eine Liste aller vorhandenen Seeds und ihrer besonderen Eigenschaften. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören neben Mais- und Hirsesorten auch verschiedene Erdnüsse und Trockenbohnen. Dazu kommt Sesam – und zunehmend Gemüsearten wie Kürbis, Okra, Gurken
und Tomaten sowie Wassermelonen und Sonnenblumen. Am Ende möchte Virginia Karisawu alle Nahrungspflanzen, die in der trockenen Region an der Grenze zu Mosambik angebaut werden, in ihrer Saatgutbank vorrätig haben. Ein anspruchsvolles Ziel.

Photos from Fepa's post 27/05/2026

Hast du schon das neue Mitteilungsblatt gelesen?
Die hot topics dieser Ausgabe sind
- SAATGUT BEI PORET
- FRAGWÜRDIGE VERFASSUNGSREFORM
- JAHRESBERICHT 2025
- MARIMBA – DAS SINGENDE HOLZ
- EINLADUNG JAHRESVERSAMMLUNG
20. JUNI 2026

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EDITORIAL von Katharina Morello
Gangbare Wege finden
fepa hat ein herausforderndes Jahr hinter sich und sucht zurzeit nach einem umsetzbaren. Weg in die Zukunft. Mir drängt sich dazu ein konkretes Bild auf: In den ländlichen Gebieten Simbabwes gibt es zwischen verschiedenen Orten oft nicht einen, sondern ein ganzes Bündel von mehr oder weniger parallel verlaufenden Wegen.
Dies liegt daran, dass die Menschen gewohnt sind, einfach auszuweichen. Wenn ein Wegabschnitt nach einem Regenfall unter Wasser steht oder durch immer tiefere Schlaglöcher oder durch weidende Kühe blockiert ist.
Im Gegensatz zu Schweizer Wegen und Strassen ist ein Weg viel weniger eindeutig fixiert, sondern etwas Bewegliches, das sich täglich ändern und anpassen kann oder muss.
Genauso verhält es sich mit den Herausforderungen im simbabwischen Alltag. Immer wieder zeigen sich neue Hindernisse und Schwierigkeiten, die sich nicht so leicht ändern lassen.
Die Menschen haben notgedrungen gelernt, sich wie auf den Pfaden zwischen den Dörfern ständig von Neuem einen gangbaren, weiterführenden Weg zu suchen.
Beispiele für solche Wege sind die vom fepa unterstützten Projekte, die in diesem Mitteilungsblatt samt integriertem Jahresbericht vor-
gestellt werden. Während die Beweglichkeit und Beharrlichkeit der simbabwischen Zivilbevölkerung gleichzeitig fepa bei seinen aktuell offenen Fragen inspiriert.

Katharina Morello

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