Selektiv
16/06/2026
🇦🇹 🚀 Startups fördern ohne System?
„Es ist in Österreich strukturell möglich, aus dem Nichts in kürzester Zeit Unternehmen von internationalem Rang zu bauen. Aber das sind Einzelleistungen. Sie entstanden aus Eigenkraft, nicht als Ergebnis eines Systems, das sie planbar hervorbringt“, schreibt Laura Raggl.
15/06/2026
🇦🇹 💰 70 % einnahmenseitig konsolidiert – und trotzdem geliefert?
„Die Lohnnebenkostensenkung war lange gefordert, aber nie umgesetzt, wir liefern jetzt. Keine Erbschafts- und Vermögenssteuern, weil sie standortschädlich wären, das liefern wir weiterhin“, so Wolfgang Hattmannsdorfer.
22/05/2026
👴🏼 💸 Innovation kürzen, Pensionen erhöhen?
„Eine Politik, die bei Familien und Forschung kürzt, aber 2,5 Mrd. Euro für Pensionisten achselzuckend abschreibt, hat aufgegeben, die Republik auch für jene attraktiv zu halten, die noch etwas leisten wollen“, schreibt Georg Renner.
17/05/2026
🚘 🔌 Das Finanzministerium zieht E-Autos den Stecker
„Der aktuelle Plan, nun auch die Befreiung des Sachbezugs für privat genutzte E-Dienstautos abzuschaffen, könnte bis zu 500 Euro pro Monat kosten.
Neben dem angestrebten Ziel der Elektrifizierung des Individualverkehrs konterkariert dieses Vorhaben auch die angestrebten Entlastungsmaßnahmen wie die Senkung der Abgabenlast auf Arbeit. Einem Unternehmen mit 25 Elektroautos entstünden dadurch trotz der Lohnnebenkostensenkung Mehrkosten von rund 40.000 Euro pro Jahr, rechnet die WKÖ vor. Wer also in den letzten Jahren vorbildlich in die Dekarbonisierung seiner Firmenflotte investiert hat, wird jetzt kräftig zur Kasse gebeten“, schreibt Stephan Frank im neuen Selektiv-„Weekender“ 🫖
„Das Finanzministerium erwartet sich vom Ende der Sachbezugsbefreiung jährliche Zusatzeinnahmen von 160 Mio. Euro. Diese im Vergleich zum Gesamtvolumen geringe Summe rechtfertigt den entstandenen Vertrauensverlust wohl nicht. An anderer Stelle gäbe es weit größere Summen zu holen: Die seit 2019 beschlossenen ,Pensionszuckerln’ zurückzunehmen, würde jährlich mehr als das Zehnfache einbringen.“
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08/05/2026
🚘 💸 Falsches Signal zur falschen Zeit?
„Spätestens jetzt müsste klar sein, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas so schnell wie möglich reduziert werden muss. Nun soll aber auch der Sachbezugsvorteil für Firmen-E-Autos fallen – wie passt das zusammen?“, schreibt Barbara Schmidt.
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03/05/2026
💸 📉 Warum die Inflation an Aussagekraft verloren hat
„Die Inflation basiert heute auf einem ständigen Tauziehen verschiedener Bestandteile des Warenkorbs, nicht mehr auf einem Gleichgewicht wie noch während der langen Niedriginflationsphase vor 2022“, schreibt Heike Lehner.
30/04/2026
✋ ❌ Woran Reformen scheitern könnten
„Wenn der ÖGB gegen eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters mauert, ist das nicht sehr vorausschauend. Und wenn die ÖVP weniger Subventionen fordert, aber gleichzeitig andere verlangt, auch nicht“, so Christoph Badelt.
30/04/2026
📈 🛒 Hohe Inflation frisst sich durch den Warenkorb. Der Anteil der Güter und Dienstleistungen mit einer Inflation zwischen 0 und 3 % im heimischen HVPI-Warenkorb ist seit dem Jahr 2022 auf ein Viertel zurückgegangen. Güter und Dienstleistungen mit Preissteigerungen von über 3 % haben hingegen stark zugelegt und machten im März 2026 mehr als die Hälfte aus.
💡 Die Verschärfung der Inflationsextreme macht die Inflation hartnäckig und selbsttragend: Unternehmen geben Preise leichter weiter und die Teuerung verankert sich tief in der Wirtschaft. „Eine Inflationsrate von zwei Prozent hat heute nicht mehr die gleiche Signalkraft wie vor der Pandemie“, sagt Ökonomin Heike Lehner.
29/04/2026
🧓🏻 💶 Österreichs Pensionen EU-weit mit zweitstärkster Kaufkraft. Österreich lag bei den durchschnittlichen Ausgaben pro Alterspension im Jahr 2023 mit 22.154 Kaufkraftparitäten (PPS) auf dem 2. Platz in der EU. Nur Luxemburg verzeichnet einen noch höheren Wert.
🇪🇺 Der EU-27-Durchschnitt beträgt 17.327 PPS. Damit sind Österreichs Pensionen deutlich kaufkräftiger als jene in Spanien, Italien, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Frankreich oder Deutschland.
28/04/2026
🎩 💸 Trickbetrug statt Teilentlastung?
„Der FLAF soll aus dem Bundesbudget gespeist werden. Die Last verschwindet nicht, sie wandert nur von der Lohnverrechnung in den Staatshaushalt. Linke Tasche, rechte Tasche“, schreibt Rainer Nowak.
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